Steffen J. Montigny - Winzerbrief
Februar 2012
Liebe Weinfreunde,
der erste Jahrgang unseres Schleswig-Holstein-Weins So mookt wi dat hat viele Freunde gefunden. Das Interesse am Gedeihen der Reben im hohen Norden ist nach wie vor groß. Für alle Interessierten möchten wir deshalb an dieser Stelle regelmäßig über die Geschehnisse rund um den Grebiner Wein berichten. Wir starten mit einem Rückblick auf das Jahr 2011 und einem kurzen Ausblick auf das neue Weinjahr.
Unser erster So mookt wi dat
Die ersten Monate des Jahres 2011 verbrachte unser Schleswig-Holsteinischer Wein in unserem Weingutskeller, um zu reifen. Diese Zeit haben wir genutzt und uns Gedanken über die Gestaltung des Etiketts sowie über einen adäquaten Namen gemacht.
Die enge Verbindung zum Land und zu den Menschen war uns bei der Namensfindung besonders wichtig: So mookt wi dat war geboren. Die Betonung liegt hierbei auf dem „wi“, um auch den letzten Zweiflern näher zu bringen, dass wir es durchaus ernst mit dem Weinanbau im hohen Norden meinen.
Am 11. März 2011 konnten wir die erste Flaschenabfüllung vornehmen. Ein großer und vor allem emotional bewegender Moment für mich. 1.868 Flaschen Wein aus unserer ersten Ernte. Jede einzelne von mir per Hand nummeriert. Ein schönes Gefühl!
Am 1. April begann der Verkauf des ersten Jahrgangs bei Schneekloth Weindepot, famila, Markant und Citti. Die Presse hielt die Meldung zunächst für einen Aprilscherz. Nachdem wir diesen Irrtum schnell aufklären konnten, hieß es bereits nach kurzer Zeit: Kaum ist er da, ist er auch schon wieder weg. Denn die Nachfrage war so groß, dass wir schon nach drei Tagen ausverkauft waren.
Mit Spannung erwarteten wir die ersten Beurteilungen der Fachpresse. In der Ausgabe 8/2011 bescheinigte uns das Magazin „Der Feinschmecker“ eine „erstaunliche Qualität“. Doch es kam noch besser: Als erster Wein aus Schleswig-Holstein wurde unser 2010-er So mookt wi dat im Gault & Millau-Weinführer aufgenommen und mit 83 Punkten als sehr gut bewertet.
Voller Stolz können wir verkünden: Unser Nordwein hatte schon im ersten Jahr Anerkennung und Ansehen in der Weinwelt gefunden!
Der neue Jahrgang
Nach einem warmen und trockenen Frühjahr 2011 trieben die Reben am 24. April sehr früh aus. Leider kam es am 6. Mai noch zu einem starken Frost mit Temperaturen von 6 bis 8° unter Null. Zu diesem Zeitpunkt vertragen die Reben im ersten Grün keine Frosttemperaturen mehr – unsere Enttäuschung war groß. Die Folge dieser Wetterkapriolen waren Ernteeinbußen von mehr als 60 %!
Doch die Qualität der verbliebenen Trauben war sehr gut. Die kühlen Temperaturen und die häufigen Niederschläge haben das vegetative Wachstum der Rebstöcke während der Sommermonate positiv gefördert. Jetzt war des Winzers Fleiß gefragt. Durch intensive Laubarbeiten wie das Entfernen der Blätter in der Traubenzone haben wir für eine optimale Sonneneinstrahlung der Trauben gesorgt. Auch ein möglichst schnelles Abtrocknen nach den Regenfällen war so gegeben. Es fehlte nur noch die Sonne. Doch Petrus zeigte sich noch rechtzeitig von seiner freundlichen Seite: Der für die Zuckereinlagerung entscheidende Monat September hat die lang ersehnten Sonnenstunden gebracht.
Im September konnte – je nach Reifegrad der Trauben – die Ernte beginnen. Am 13. September haben wir die Trauben der Sorte Solaris und am 13. Oktober der Sorten Johanniter und Felicia gelesen. Mit Mostgewichten von mehr als 80° Grad Öchsle und einer Menge von ca. 2.800 Litern konnten wir zufrieden sein. Am 18. Oktober 2011 war es endlich an der Zeit für unsere erste Rotweinlese. Aus vollständig gesunden Regent- und Reberger-Trauben durften wir unsere ersten 700 Liter Rotwein ernten.
Nach ausreichender Reife des Weißweines im Edelstahlfass und des Rotweins im alten Barriquefass werden wir im späten Frühjahr 2012 die Weine auf Flaschen abfüllen. Ab etwa der zweiten Maihälfte werden unsere Kunden den neuen Jahrgang unseres So mookt wi dat wieder probieren und kaufen können.
Den Verkaufsstart und die Bezugsquellen geben wir rechtzeitig hier auf unserer Homepage bekannt.
Mit freundlichen Winzergrüßen,
Ihr Schleswig-Holstein Winzer
der erste Jahrgang unseres Schleswig-Holstein-Weins So mookt wi dat hat viele Freunde gefunden. Das Interesse am Gedeihen der Reben im hohen Norden ist nach wie vor groß. Für alle Interessierten möchten wir deshalb an dieser Stelle regelmäßig über die Geschehnisse rund um den Grebiner Wein berichten. Wir starten mit einem Rückblick auf das Jahr 2011 und einem kurzen Ausblick auf das neue Weinjahr.
Unser erster So mookt wi dat
Die ersten Monate des Jahres 2011 verbrachte unser Schleswig-Holsteinischer Wein in unserem Weingutskeller, um zu reifen. Diese Zeit haben wir genutzt und uns Gedanken über die Gestaltung des Etiketts sowie über einen adäquaten Namen gemacht.
Die enge Verbindung zum Land und zu den Menschen war uns bei der Namensfindung besonders wichtig: So mookt wi dat war geboren. Die Betonung liegt hierbei auf dem „wi“, um auch den letzten Zweiflern näher zu bringen, dass wir es durchaus ernst mit dem Weinanbau im hohen Norden meinen.
Am 11. März 2011 konnten wir die erste Flaschenabfüllung vornehmen. Ein großer und vor allem emotional bewegender Moment für mich. 1.868 Flaschen Wein aus unserer ersten Ernte. Jede einzelne von mir per Hand nummeriert. Ein schönes Gefühl!
Am 1. April begann der Verkauf des ersten Jahrgangs bei Schneekloth Weindepot, famila, Markant und Citti. Die Presse hielt die Meldung zunächst für einen Aprilscherz. Nachdem wir diesen Irrtum schnell aufklären konnten, hieß es bereits nach kurzer Zeit: Kaum ist er da, ist er auch schon wieder weg. Denn die Nachfrage war so groß, dass wir schon nach drei Tagen ausverkauft waren.
Mit Spannung erwarteten wir die ersten Beurteilungen der Fachpresse. In der Ausgabe 8/2011 bescheinigte uns das Magazin „Der Feinschmecker“ eine „erstaunliche Qualität“. Doch es kam noch besser: Als erster Wein aus Schleswig-Holstein wurde unser 2010-er So mookt wi dat im Gault & Millau-Weinführer aufgenommen und mit 83 Punkten als sehr gut bewertet.
Voller Stolz können wir verkünden: Unser Nordwein hatte schon im ersten Jahr Anerkennung und Ansehen in der Weinwelt gefunden!
Der neue Jahrgang
Nach einem warmen und trockenen Frühjahr 2011 trieben die Reben am 24. April sehr früh aus. Leider kam es am 6. Mai noch zu einem starken Frost mit Temperaturen von 6 bis 8° unter Null. Zu diesem Zeitpunkt vertragen die Reben im ersten Grün keine Frosttemperaturen mehr – unsere Enttäuschung war groß. Die Folge dieser Wetterkapriolen waren Ernteeinbußen von mehr als 60 %!
Doch die Qualität der verbliebenen Trauben war sehr gut. Die kühlen Temperaturen und die häufigen Niederschläge haben das vegetative Wachstum der Rebstöcke während der Sommermonate positiv gefördert. Jetzt war des Winzers Fleiß gefragt. Durch intensive Laubarbeiten wie das Entfernen der Blätter in der Traubenzone haben wir für eine optimale Sonneneinstrahlung der Trauben gesorgt. Auch ein möglichst schnelles Abtrocknen nach den Regenfällen war so gegeben. Es fehlte nur noch die Sonne. Doch Petrus zeigte sich noch rechtzeitig von seiner freundlichen Seite: Der für die Zuckereinlagerung entscheidende Monat September hat die lang ersehnten Sonnenstunden gebracht.
Im September konnte – je nach Reifegrad der Trauben – die Ernte beginnen. Am 13. September haben wir die Trauben der Sorte Solaris und am 13. Oktober der Sorten Johanniter und Felicia gelesen. Mit Mostgewichten von mehr als 80° Grad Öchsle und einer Menge von ca. 2.800 Litern konnten wir zufrieden sein. Am 18. Oktober 2011 war es endlich an der Zeit für unsere erste Rotweinlese. Aus vollständig gesunden Regent- und Reberger-Trauben durften wir unsere ersten 700 Liter Rotwein ernten.
Nach ausreichender Reife des Weißweines im Edelstahlfass und des Rotweins im alten Barriquefass werden wir im späten Frühjahr 2012 die Weine auf Flaschen abfüllen. Ab etwa der zweiten Maihälfte werden unsere Kunden den neuen Jahrgang unseres So mookt wi dat wieder probieren und kaufen können.
Den Verkaufsstart und die Bezugsquellen geben wir rechtzeitig hier auf unserer Homepage bekannt.
Mit freundlichen Winzergrüßen,
Ihr Schleswig-Holstein Winzer