Ab in den Keller

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  • 18. Oktober 2017

Liebe Weinfreunde,

ich stelle immer wieder fest: kein Weinjahr ist wie das andere. In Bretzenheim konnten wir bereits am 4. September mit der Lese beginnen – das ist etwa zwei Wochen früher als im Vorjahr – und sie am 12. Oktober abschließen. Die letzten Trauben in Schleswig-Holstein haben wir in dieser Woche gelesen (Hier geht’s zum Beitrag von Sat1). Die rote Rebsorte Regent und die weiße Felicias werden nun in Bretzenheim zu unserem besonderen Tropfen SO MOOKT WI DAT (Plattdeutsch: So machen wir das) ausgebaut.

Etwa 30 Prozent Mengeneinbußen müssen wir hinnehmen. Die Minustemperaturen Mitte April dieses Jahres hatten viele Fruchtaugen beschädigt. In einige Lagen haben wir durch den späten Winterfrost sehr hohe Ernteausfälle verzeichnet. Andere Lagen sind zum Glück glimpflich davon gekommen, sodass wir dort gut ausgereifte Trauben mit einer schönen Säure ernten konnten. Der 2017er Jahrgang verspricht leichte fruchtige Weine, die nicht zu alkoholisch schmecken werden.

Für mein Team und mich findet nun viel Arbeit im Weinkeller statt, wo die gepressten Trauben gekeltert und ausgebaut werden. Aber auch in den Weinbergen ist rund um das Jahr zu tun: Drähte spannen, entlauben, Rebschnitt. Und ehe man sich versieht, wird es schon wieder Frühjahr. Dann können wir endlich den jetzt geernteten Wein genießen und an den Rebstöcken sprießen die neuen Knospen. Wer weiß, was Petrus für sie bereithält! Wir werden es auf jeden Fall schmecken.